Geschichte
Der Verein wurde am 1. August 1906 als Turnverein Schwieberdingen gegründet. Geprägt war die Vereinsarbeit anfangs ausschließlich vom Turnen, wozu in der damaligen Zeit auch die Gymnastik und leichtathletische Disziplinen gehörten. 1919 wurde innerhalb des Vereins die erste Fußballabteilung gegründet, welche jedoch bereits kurze Zeit später wieder aufgelöst wurde. Dem Fußball widmete sich in dieser Zeit vor allem der Arbeitersportverein Schwieberdingen. Dieser wurde 1933 nach der nationalsozialistischen Machtübernahme als kommunistisch unterwandert bezichtigt und verboten. Den Mitgliedern wurde empfohlen, sich dem örtlichen Turnverein anzuschließen, so dass 1937 erneut eine Fußballabteilung gegründet wurde.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Turnverein als Sport- und Kulturverein Schwieberdingen neugegründet und 1947 in den heutigen Turn- und Sportverein Schwieberdingen umbenannt, in welchem sich erneut die beiden Hauptsportarten Turnen und Fußball herausbildeten.
Vor rund sechzig Jahren begann die Aufgliederung nach Sportarten und damit in Abteilungen. Es begann 1966 mit Faustball, danach kamen weitere Abteilungen wie Frauengymnastik, Leichtathletik, Tischtennis, Handball, Volleyball, Schwimmen und Judo als jüngste Abteilung hinzu. Inzwischen umfasst der Verein insgesamt zehn Abteilungen. Der Verein ist heute auf insgesamt 2.150 Mitglieder, davon 1.153 Erwachsene und 997 Kinder und Jugendliche (Stand Jan. 2007) angewachsen. Sie werden von 120 Trainern und Übungsleitern betreut. Die Kosten hierfür werden vorwiegend durch Beiträge und im Jugendbereich durch Förderung der Gemeinde Schwieberdingen, aber auch durch Spenden gedeckt. Der TSV mit seinem Vorstand und einem Ausschuss, in dem auch alle Abteilungsleiter vertreten sind, fungiert als Dachorganisation.
Abteilung Fußball
Die erste Mannschaft spielt seit 2007 in der Oberliga Baden-Württemberg. Der TSV Schwieberdingen ist die erfolgreichste Fußballmannschaft im Strohgäu und gehört neben dem VfR Aalen, dem TSV Crailsheim, dem SGV Freiberg und der SpVgg 07 Ludwigsburg zu den erfolgreichsten Fußballvereinen in Nord-Württemberg. Die Heimspiele werden seit 2004 in der Felsenberg-Arena ausgetragen. Das Stadion liegt im Gewerbegebiet Schwieberdingen und fasst ca. 2.500 Zuschauer.
Von der Gründung bis zum Aufstieg in die 2. Amateurliga
Die Fußballabteilung des TSV Schwieberdingen wurde im Jahre 1929 gegründet. Bis zu Beginn der siebziger Jahre spielte der TSV in der unterlassigen A- und B-Klasse. Im Juniorenbereich konnte mit dem Gewinn des Württembergischen Pokals in der Saison 1968/69 der erste große überregionale Erfolg erzielt werden. In der Saison 1974/75 gelang mit der Meisterschaft in der A-Klasse Enz/Murr der Aufstieg in die 2. Amateurliga Württemberg, der damals vierthöchsten deutschen Fußballklasse.
Die erfolgreichen 1970er Jahre
Die siebziger Jahre waren für die Fußballer des TSV Schwieberdingen recht erfolgreich. Nach dem Aufstieg in die 2. Amateurliga im Jahre 1975 konnte man sich mehrere Jahre in der vierthöchsten Klasse, die ab der Saison 1978/79 als Landesliga Württemberg geführt wurde halten. Nach dem enttäuschenden 15. Platz in der Saison 1979/80, in der ein einziger Punkt zum Erreichen eines Nichtabstiegsplatzes fehlte, folgte der Abstieg in die Bezirksliga Enz/Murr.
Magere Zeiten bis in die Mitte der 1990er Jahre
In den „mageren“ 1980er Jahren bis in die Mitte der 1990er Jahre spielte der TSV Schwieberdingen in der unbedeutenden Kreisliga A und in der Bezirksliga. Ein neuer Aufschwung wurde mit der Saison 1994/95 eingeläutet, als der TSV den Wiederaufstieg in die Bezirksliga Enz/Murr erreichte, und hier bereits in der ersten Saison 1995/96 die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga Württemberg feiern konnte.
Von der Landesliga in die Oberliga
Die ersten Jahre in der Landesliga waren vor allem durch den Kampf gegen den Abstieg geprägt. Ab dem Beginn des neuen Jahrtausends etablierte sich der TSV Schwieberdingen jedoch unter Leitung des ehemaligen Profifußballers Gianni Coveli als feste Größe in der Landesliga Württemberg und kämpfte regelmäßig um die Landesliga-Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die württembergische Verbandsliga. Ein Höhepunkt in dieser Zeit war auch die WFV-Pokalrunde der Saison 2001/02, in der es dem TSV Schwieberdingen gelang, den Zweitligaabsteiger Stuttgarter Kickers auszuschalten und bis ins Achtelfinale vorzudringen. Dort schied man gegen den ehemaligen Bundesligisten SSV Ulm 1846 mit 2:3 nach Verlängerung unglücklich aus.
In der Saison 2003/04 errangen die Schwieberdinger Fußballer die Meisterschaft der Landesliga Württemberg und stiegen in die Verbandsliga Württemberg auf. Dort konnte man sich als Neuling nach anfänglichen Schwierigkeiten gut behaupten und belegte den 4. Platz. 2006 erreichte die Mannschaft sogar das Halbfinale des WFV-Pokals, wo sie erneut am SSV Ulm 1846 scheiterte – diesmal mit einem eindeutigen 0:6. In der Verbandsliga war der TSV über weite Strecken der Saison 2005/06 Tabellenführer, belegte am Ende jedoch durch eine schwache Rückrunde lediglich Platz 3 und verpasste somit den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg. 2007 erreichte Schwieberdingen den zweiten Tabellenplatz und qualifizierte sich somit für die Relegationsspiele zum Aufstieg in die Oberliga gegen die TSG Weinheim. Nachdem das Hinspiel mit 3:2 gewonnen wurde und das Rückspiel 1:2 n. V. endete, musste das Elfmeterschießen entscheiden. Hier gewann der TSV mit 5:4 und stieg damit in die Oberliga Baden-Württemberg auf.
Erfolge
- 1968/69: Württembergischer Pokalsieger der Junioren
- 1974/75: Meister der A-Klasse Enz/Murr – Aufstieg in die 2. Amateurliga Württemberg
- 1993/94: Meister Kreisliga A – Aufstieg in die Bezirksliga Enz/Murr
- 1994/95: Meister Bezirksliga Enz/Murr – Aufstieg in die Landesliga Württemberg
- 2001/02: Erreichen des Achtelfinales des WFV-Pokals (2:3 n. V. gegen den SSV Ulm 1846)
- 2003/04: Meister Landesliga Württemberg – Aufstieg in die Verbandsliga Württemberg
- 2005/06: Erreichen des Halbfinales des WFV-Pokals (0:6 gegen den SSV Ulm 1846)
- 2006/07: Vize-Meister Verbandsliga Württemberg − Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg
Bekannte Spieler und Trainer
- Thomas Siegmund: ehemaliger Profi bei den Stuttgarter Kickers und dem SC Freiburg, später Spielertrainer beim TSV
- Dennis Mödinger, ehemaliger Profi beim SV Waldhof Mannheim
- Gianni Coveli, ehemaliger Profi bei den Stuttgarter Kickers
Stadion
Der TSV Schwieberdingen trägt seine Heimspiele in der 2004 erbauten Felsenberg-Arena aus. Das Fußballstadion bietet Platz für 2.500 Zuschauer, davon 500 Sitzplätze auf der überdachten Zuschauertribüne. Neben dem Stadion verfügt der Verein über den nebenangelegenen Sportplatz an der Markgröninger Straße, auf dem sich ein Rasen- sowie ein Hartplatz befinden, welche für Training und Jugendspiele genutzt werden.
Quelle: wikpedia.de
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| Voller Name |
Turn- und Sportverein
Schwieberdingen 1906 e.V. |
| Spitzname(n) |
Die Schwiebies |
| Gegründet |
1. August 1906 |
| Stadion |
Felsenberg-Arena |
| Plätze |
2.500 |
1. Vorsitzender
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Bodo Pfeiffer
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| Trainer |
Graziano Monteduro
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| Adresse |
TSV Schwieberdingen 1906 e.V.
Bahnhofstraße 14
71701 Schwieberdingen |
| Homepage |
www.fussball.tsv-schwieberdingen.de |
| Liga |
Bezirksliga Enz-Murr
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| 2007/08 |
17. Platz (Oberliga Baden-Württemberg) |
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